{"id":1248,"date":"2023-12-10T20:47:41","date_gmt":"2023-12-10T20:47:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/?p=1248"},"modified":"2023-12-18T20:12:39","modified_gmt":"2023-12-18T20:12:39","slug":"feedback-erfolgsgeheimnisse-der-leader","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/feedback-erfolgsgeheimnisse-der-leader\/","title":{"rendered":"Feedback &#8211; Erfolgsgeheimnisse der Leader"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zukunft meistern durch Feedbackkultur<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zukunft \u2013 betrachten wir es f\u00fcr einmal nicht in Jahrzehnten oder Jahrhunderten \u2013 bedeutet morgen, \u00fcbermorgen oder Ende Monat. Zukunft umfasst z.B. das n\u00e4chste Kadermeeting im Berufsalltag, oder ein zu haltender Vortrag im Rahmen unser Arbeit. Da sind wir aufgerufen klar zu kommunizieren und w\u00fcnschen uns einen m\u00f6glichst offenen Austausch. Je nach Verbands-, Organisations- oder Unternehmenskultur bleiben unsere Erwartungen nicht selten unerf\u00fcllt. Da sind wir dann bei solch absonderlichen Dingen wie einer \u00abFeedbackkultur,\u00bb wie es die deutsche L\u00f6sungsforscherin Simone D. Wiedenh\u00f6ft trefflich formuliert. Man k\u00f6nnte auch den Begriff \u00aboffene Kommunikationskultur\u00bb verwenden. Eine Kultur im Umgang und mit Formulierung von R\u00fcckmeldungen.<sup>1<\/sup><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Feedback hei\u00dft f\u00fcr einen Baumeister, zu sehen, dass sein Geb\u00e4ude stehen bleibt \u2013 oder einst\u00fcrzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Feedback besteht keineswegs nur aus dem, was uns andere Menschen ungefragt oder auf unsere Bitte hin &#8222;zur\u00fcckmelden&#8220;. Feedback heisst f\u00fcr einen Baumeister, zu sehen, dass sein Geb\u00e4ude stehen bleibt \u2013 oder einst\u00fcrzt. Feedback heisst f\u00fcr einen Geigenbauer, zu h\u00f6ren, dass sein Instrument voll und warm klingt \u2013 oder wie ein Rasierapparat. Feedback heisst f\u00fcr ein produzierendes Unternehmen, zu erfahren, dass seine Produkte reissenden Absatz finden \u2013 oder in den Regalen verstauben.<sup>2<\/sup>  Um es auf den Punkt zu bringen: Feedbackkultur ist dann eine gute Feedbackkultur, wenn wir im Privat- &amp; Gesch\u00e4ftsleben als F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten mit unseren Mitarbeitenden zeitnah die Dinge ansprechen, die gut laufen und ebenso zeitnah die Dinge ansprechen, die schlecht laufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ohne Vertrauen gibt es keine gute Feedbackkultur.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und zwar so, dass alle wissen: wo Richtungs\u00e4nderungen vorgenommen werden m\u00fcssen, was sie warum k\u00fcnftig anders machen sollen und wie sie das tun k\u00f6nnen. &#8211; Wenn allerdings unser Gegen\u00fcber aufgrund all dessen nicht mehr mit uns redet, ist das nicht im Sinne des Erfinders.&nbsp;Kriterium f\u00fcr positive R\u00fcckmeldungen: \u00abDie Zusammenarbeit, das Zusammenleben l\u00e4uft danach besser als vorher \u2013 und das f\u00fcr alle Beteiligten\u00bb. Feedback scheint ein schwierig Ding, sonst w\u00fcrde es nicht so selten sein und dann auch noch so oft daneben gehen. Grund genug, diesen wichtigen Aspekt einer werteorientierten F\u00fchrungskultur n\u00e4her zu betrachten: Im Sinne von handwerklicher Investition in die Zukunft; in Vertrauen. Ohne Vertrauen gibt es keine gute Feedbackkultur. Simone D. Wiedenh\u00f6ft umschreibt das so: \u00abManches Feedback kann tief ber\u00fchren und einen ein Leben lang als guten Freund begleiten. Ich bin \u00fcberzeugt: Das macht nicht nur dem Menschen, der es bekommt, ein gutes Gef\u00fchl. Wenn mehr Menschen w\u00fcssten, was sie mit ihren Worten Wunderbares bewirken k\u00f6nnen, w\u00fcrden sie so etwas h\u00e4ufiger aussprechen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Feedback als Erfolgsgeheimnis der weltweit besten Leader.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Feedback hat immer mit der Person zu tun, die es gibt, mit ihren Erwartungen, Stimmungen und Zielen. Auch wenn es als vermeintlich objektive Tatsache daher kommt: Feedback ist eine subjektive Meinungs\u00e4usserung. Das schliesst auch das Lob ein! Gemeint ist eines der Erfolgsgeheimnisse der weltweit besten Leader. Erfolgreiche Vorgesetzte sind oft wahre Meister des positiven Feedbacks, sie loben gerne und oft mit ehrlicher Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung und sie geben klare und anspornende Anweisungen und Instruktionen. Dies als Lobhudelei abzutun oder spontane Begeisterung bewusst nur in hom\u00f6opathischen Dosen verabreichen zu wollen ist ebenso wenig zielf\u00fchrend wie der einseitige Hang nur noch reine Debatten in den Vordergrund zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Feedback kann immer nur so kompetent sein wie derjenige, der es gibt. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00fctzliche Diskussionen, abweichende Meinungen und konstruktive Kritik \u2013 falls n\u00f6tig \u2013 sind Teil des Ganzen; selbstverst\u00e4ndlich! Jedoch nur fair und ausgewogen formulierte R\u00fcckmeldungen tragen zur Vertrauensbildung bei. Anzustreben sind differenzierende, engagierte R\u00fcckmeldungen. Was immer wir uns also an R\u00fcckmeldungen w\u00fcnschen, leben wir es und machen es vor. Und: Feedback kann immer nur so kompetent sein wie derjenige, der es gibt. Da ist es ab und an sehr gut, es auch genau dort zu lassen (\u2026).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Ansgar Sch\u00e4fer<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quellenhinweise<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><sup>1<\/sup> Copyright \u00a9 2011 Simone D. Wiedenh\u00f6ft &#8211; Diplom-Psychologin, Beraterin f\u00fcr Kommunikation in nachhaltiger Form und bald auch Doktorandin zum Thema &#8211;<a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/sustain-obrain\/author\/wiedenhoeft\/\"> https:\/\/scilogs.spektrum.de\/sustain-obrain\/author\/wiedenhoeft\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><sup>2<\/sup> Winfried Berner DIE UMSETZUNGSBERATUNG, Winfried Berner und Kollegen            D-94360 Mitterfels &#8211; <a href=\"http:\/\/www.umsetzungsberatung.de\/psychologie\/feedback.php\">http:\/\/www.umsetzungsberatung.de\/psychologie\/feedback.p<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DIE UMSETZUNGSBERATUNG definiert Feedback <em>(auszugsweise) <\/em>wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Feedback ist der Generalschl\u00fcssel zu unserer Realit\u00e4tsanpassung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Feedback ist eigentlich immer unangenehm. Zwar genie\u00dfen wir es alle, wenn uns andere loben uns und so best\u00e4tigen, wie wir uns selbst gerne sehen wollen, n\u00e4mlich als gescheit, attraktiv und beeindruckend \u2013 solch positives Feedback geht nat\u00fcrlich runter wie Honig. Doch sobald Feedback kritische Hinweise enth\u00e4lt, ist es immer ein wenig frustrierend. Auch wenn es noch so formvollendet den Feedbackregeln entspricht, macht es uns ja darauf aufmerksam, dass wir nicht so gut angekommen sind wie wir geglaubt oder gehofft haben, oder dass wir durch unser Handeln unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen ausgel\u00f6st haben. Und das ist und bleibt frustrierend. Dennoch sind gerade diese Hinweise besonders wertvoll, denn sie sind das wichtigste Mittel zur Sicherung unserer Realit\u00e4tsanpassung. Wenn wir vermeiden wollen, st\u00e4ndig anzuecken, dann muss das, was wir \u00fcber uns selbst denken, was wir \u00fcber andere Menschen denken und wie wir uns infolgedessen verhalten, halbwegs kompatibel mit der Wirklichkeit sein. Mit einer Feedbackkultur wollen die Unternehmen, die sich eine solche Entwicklung zum Ziel gesetzt haben, ein (noch) schneller anpassungsf\u00e4higes, lernendes Unternehmen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-1 wp-block-paragraph\">Beitragsbild: mage credit: Jayk7\/Getty Images by By <a href=\"https:\/\/corp.smartbrief.com\/authors\/michael-gaskell\">Michael Gaskell<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zukunft meistern durch Feedbackkultur. Zukunft \u2013 betrachten wir es f\u00fcr einmal nicht in Jahrzehnten oder Jahrhunderten \u2013 bedeutet morgen, \u00fcbermorgen oder Ende Monat. 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