{"id":2445,"date":"2025-11-10T21:12:34","date_gmt":"2025-11-10T21:12:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/?page_id=2445"},"modified":"2026-01-20T19:14:14","modified_gmt":"2026-01-20T19:14:14","slug":"meine-stationen-als-gastgeber","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/meine-stationen-als-gastgeber\/","title":{"rendered":"Stationen als Gastgeber"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Wege, die nicht geplant werden \u2013 sie entstehen, weil Menschen, Orte und Begegnungen den n\u00e4chsten Schritt weisen. Die Jahre in der Hotellerie und Gastronomie waren ein solches Kapitel: ein pr\u00e4gender Abschnitt voller Eindr\u00fccke, Werte und Erfahrungen, die bleiben. Jede Station hatte ihre eigene Handschrift und f\u00fcgte dem Verst\u00e4ndnis von Gastgebertum eine neue Facette hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Belvoirpark Z\u00fcrich \u2013 Das Fundament bekommt Schliff<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Eintritt in die Hotelfachschule Belvoirpark war kein Start von Null. Die kombinierte Service- und Kochlehre, Praxiserfahrung sowie die Auszeichnung als Vizelandesmeister der Jungk\u00f6che in Nordrhein-Westfalen lagen bereits hinter einem. Im Belvoirpark erhielt dieses Fundament Veredelung: Pr\u00e4zision, Stil, Haltung \u2013 und die Kunst, aus Professionalit\u00e4t Gastgebertum werden zu lassen. Nicht Routine, sondern Anspruch. Nicht Technik, sondern innere Haltung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Belvoirpark_-_Hotelfachschule__Zunfthaus_Wollishofen_2012-09-28_15-26-38-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2450\" srcset=\"https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Belvoirpark_-_Hotelfachschule__Zunfthaus_Wollishofen_2012-09-28_15-26-38-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Belvoirpark_-_Hotelfachschule__Zunfthaus_Wollishofen_2012-09-28_15-26-38-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Belvoirpark_-_Hotelfachschule__Zunfthaus_Wollishofen_2012-09-28_15-26-38-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.ansgar.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Belvoirpark_-_Hotelfachschule__Zunfthaus_Wollishofen_2012-09-28_15-26-38.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Belvoirpark Z\u00fcrich<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Arosa \u2013 Die ersten Schritte am Gast<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hotel Savoy, Arosa<\/strong>&nbsp;<em>(sp\u00e4ter Robinson Club bis 2024)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Arosa begann Gastfreundschaft, Begegnung zu werden. Das Hotel Savoy bot jene erste B\u00fchne, auf der G\u00e4ste nicht Teil eines Lehrplans waren, sondern Mittelpunkt des Handelns. Namen, Gespr\u00e4che, Wiedersehen \u2013 N\u00e4he entstand nat\u00fcrlich und wurde zur Quelle echter Freude. Hier zeigte sich, dass Gastgebertum dort beginnt, wo Service endet: im Interesse am Menschen und im Moment der Zuwendung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lugano \u2013 Stil, Eleganz und s\u00fcdliche Gastkultur<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hotel Meister, Lugano<\/strong>&nbsp;<em>(heute Novotel)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lugano f\u00fcgte dem Bild eine mediterrane Note hinzu. Das Hotel Meister verband Schweizer Anspruch mit italienischer Leichtigkeit. Es war eine Schule der Eleganz ohne Steifheit, des Stils ohne Distanz. Gastlichkeit zeigte sich hier sinnlicher, w\u00e4rmer und geselliger \u2013 mit jenem Hauch \u201edolce vita\u201c, der bleibt, ohne an Professionalit\u00e4t einzub\u00fc\u00dfen. Ein Ort, der lehrte, dass Qualit\u00e4t und Herzlichkeit einander verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>London \u2013 Die Schule des Tempos und der Welt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">London verlangte Tempo, Anpassungsf\u00e4higkeit und innere Ruhe. Die Systemgastronomie dort war keine B\u00fchne f\u00fcr Kulinarik \u2013 aber eine Schule f\u00fcr Haltung. Zwischen Sprachen, Kulturen und dauernder Bewegung zeigte sich, dass Gastfreundschaft unabh\u00e4ngig von Ambiente funktioniert. Wenn sie in der Geschwindigkeit einer Weltstadt bestehen kann, tr\u00e4gt sie \u00fcberall. London \u00f6ffnete den Blick f\u00fcr Vielfalt \u2013 und daf\u00fcr, wie unterschiedlich \u201eWillkommen\u201c klingen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>St. Moritz \u2013 Verantwortung auf hohem Parkett<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In St. Moritz wurde aus Erfahrung F\u00fchrungsverantwortung. Als stellvertretender Leiter eines renommierten Hauses der Engadiner Hotellerie galt es, gehobene Anspr\u00fcche, Diskretion und eine traditionsreiche Servicekultur zu verbinden. Exzellenz war hier nicht Ziel, sondern Selbstverst\u00e4ndnis \u2013 getragen von Teamgeist, Verl\u00e4sslichkeit und Stil. Ein Umfeld, das forderte, f\u00f6rderte und pr\u00e4gte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Walliser Jahre \u2013 Reife in den Bergen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeit als Hoteldirektor in Zermatt mit parallelen Betriebsleitungen in Brig und Arolla bildete ein Kapitel, das weniger von Hausnamen als von Menschen, Momenten und Verantwortung gepr\u00e4gt war. Die Berge verleihen Dingen Gewicht. Entscheidungen tragen weiter, Teams r\u00fccken n\u00e4her zusammen, G\u00e4ste bleiben l\u00e4nger im Herzen. Hier entstand jene innere Ruhe und Reife, die aus einem Beruf eine Berufung macht. Die Walliser Jahre gaben dem Gastgeberweg Tiefe, Identit\u00e4t und Erdung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Horizonte \u2013 Gastgebertum in mehreren Kulturen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Schritt zur Horizonte AG \u00f6ffnete sich die Gastgeberwelt weit \u00fcber die Alpen hinaus. Als&nbsp;stellvertretender Gesch\u00e4ftsleiter der 12 Hotels &amp; Resorts der Horizonte AG, einer damaligen Tochtergesellschaft von Hotelplan\/Migros,&nbsp;verantwortlich f\u00fcr Marketing und Verkauf sowie die interimistische Leitung einzelner H\u00e4user, f\u00fchrte die Aufgabe in unterschiedliche Kulturen des Willkommens \u2013 jeweils mit eigener Dynamik und Handschrift:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ikaros Beach Luxury Resort &amp; Spa, Malia, Kreta<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RBC Riviera Beach Club, Hy\u00e8res, C\u00f4te d\u2019Azur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pueblo Eldorado Playa, Cambrils, Costa Dorada<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Club Caribbean, Montego Bay, Jamaika<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hotel Corte dei Butteri, Fonteblanda, Toskana<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hotel Castell, Zuoz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hotel Regina, Wengen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kamen weitere gr\u00f6\u00dfere Hotels und Resorts im Mittelmeerraum, in Nordafrika und auf den Malediven, die im Laufe der Jahre bis 2008 sukzessive verkauft wurden. Jedes Haus war ein eigenes Kapitel \u2013 mit eigenem Rhythmus, eigener Kultur und eigenem Verst\u00e4ndnis von Gastlichkeit. Gastgebertum wurde hier zur Weltreise.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Weg war mehr als eine berufliche Stationenfolge. Er war Lehrmeister auf Augenh\u00f6he. Er zeigte, dass Gastgebersein keine Funktion und keine Branche ist \u2013 sondern eine Haltung: Menschen sehen, ihnen Raum geben und ihnen das Gef\u00fchl schenken, angekommen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter f\u00fchrten neue Phasen in die Touristik und schlie\u00dflich als Unternehmer in die Welt der Personal- und F\u00fchrungskultur \u2013 erneut mit demselben Kern: Potenzial erkennen, Entwicklung erm\u00f6glichen und Verbindung schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn eines blieb \u00fcber all die Jahre gleich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gastgebersein ist kein Kapitel. Es ist ein St\u00fcck Identit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ansgar Sch\u00e4fer<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Wege, die nicht geplant werden \u2013 sie entstehen, weil Menschen, Orte und Begegnungen den n\u00e4chsten Schritt weisen. 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